Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
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121
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in die allgemeine Geschichte. 121

nicht allein den Orient, wo sie ihren Anfang ge- Jahre nachnommen hatte, nämlich Palastina, Syrien , Ae- "hurt.^gypten, Kleinasien, und Griechenland , sondernauch imOccidente, außer Italien , die verschiede-nen Nationen der Gallier, alle spanischen Pro-vinzen, Africa, Germanien, Großbritannien ,und zwar in den Gegenden, wohin die römischenWaffen gar nicht hinbringen konnten, und nochaußerhalb des Reiches, Armenien, Persien , undIndien. <sie breiteten sich unter den wildestenVölkern, den Sarmatiern, den Datiern, denScythen, den Mohren, den Getuliern, und in denallerunbekanntesten Inseln aus. Das Blutder Märtyrer machte die Kirche fruchtbar. Derheilige Ignatius, der Bischof von Antiochien ,wurde unter dem Trajan den wilden Thieren i^d»zur Speise hingeworfen. Marcus Aurelius warzum Unglücke von den Lästerungen, die man wi-der das Christenthum ausbreitete, eingenommen 16z.worden, und ließ den heiligen Justinus, denPhilosophen, und Vertheidiger der christlichen 167«Religion, umbringen. Der heilige Polycarpus,der Bischof zu Smyrna, , ein Schüler des heili-gen Johannes, wurde unter eben diesem Prinzenzum Feuer verdammt, da er schon achtzig Jahre 177.alt war. Die heiligen Märtyrer zu Lyon undVicnne mußten, nach dem Beyspiele des, heiligenPhotius, ihres neunzigjährigen Bischofes, un-erhörte Martern ausstehen, Diegatticanische .555Kirche erfüllte die ganze Welt mit ihrem Ruhme. 202.Der heilige JrenäuS, ein Schüler des heiligenPolycarpus, und der Nachfolger des heiligenPhotius, ahmte seinem Vorgänger nach, undstarb mit einer großen Menge der Glaubigen sei-H 5 ner