122 Bischof Bossuets Einleitung
«Mrc nach ner Kirche, unter dem Severus, als ein Märtyrer«'^imtt.^' Zuweilen ließ dieHiße der Verfolgung ein wenignach. MarcuS Aurelius mußte mit seinem Heerebey einer Unternehmung wider die Deutschen ei-nen großen Mangel an Wasser leiden; einechristliche Legion erbat von Gott einen Regen,welcher den Durst der ganzen Armee löschenkonnte, und von grausamen Donnerschlägen be-gleitet wurde, welche den Feinden ein Schrecken,74» einjagten. Dieses Wunder verursachte, daßdieser Legion der Name der Donnernden ent-weder gegeben, oder bestätigt wurde. Der Kai-ser wurde davon so gerührt, daß er deswegen zumBesten der Christen einen Briefan den Senat zuRom schrieb. Endlich beredeten ihn seine Wahr-sager, seinen Göttern, und seinen Bitten zu ihnendieses Wunder zuzuschreiben, da sich doch die Hei->. den nicht einmal hatten einfallen lassen, sich sol-ches zu wünschen. Andere Ursachen unterbra-chen, oder verminderten die Heftigkeit der Ver-folgung auf eine kurze Zeit. Allein der Aber-glaube, ein Laster, welchem MarcuS Aurelius nicht entgehen konnte, der öffentliche Haß, unddie Schmähungen, womit man die Kirche umihre Ehre zu bringen suchte, gewannen gar balddie Oberhand. Die Wut der Heiden entzündetesich von neuem, und im ganzen Reiche strömtedas vergossene Blut der Märtyrer. Die Lehre2iZ« begleitete die Martern. Unter dem Kaiser, Se-verus, und kurz darauf, erleuchtete Tertullian , einPriester zu Carthago, die Kirche durch eine vor-treffliche Schutzschrift, und verließ endlich dieseKirche, weil er durch eine hochmüthige Strenge