124 BischofBossuets Gnleitung
Jahre nach cher ihn umgebracht hatte, des Reiches, ob erChnsti Ge- gleich nach seiner Herkunft ein Gothe war.^ Der Senat setzte ihm vier Kaiser entgegen, wel-che alle binnen zween Monaten umkamen. Un-ter ihnen waren die beyden Gordianen, Vaterund Sohn, welche vom römischen Volke sehr ge-liebt wurden. Der junge Gordian, ihr Sohn,bewies in seinen Thaten eine vollkommene Weis-heit, ob er gleich noch in seiner ersten Jugendwar, hatte aber viele Mühe, das Reich, dasdurch so viele Spaltungen geschwächt war, widerdie Perser zu vertheidigen. Er hatte ihnen sehrS44. wichtige Pläße wieder weggenommen. AlleinPhilippuö, ein Araber von Geburt, erschlug ei-245. nen so guten Prinzen, und gieng mit dem Kö-nige in Persien, Sapor, einen schimpflichen Frie-den ein, aus Furcht, von zween Kaisern über-wunden zu werden, die der römische Senat nach-einander erwählte. Das ist der Erste unter denRömern, welcher einige iänder des Reichesdurch einen Friedensvertrag aufgegeben hat.Man sagt, daß er die Religion der Christen zuder Zeit angenommen habe, wo er auf einmalbesser zu werden schien, und es ist gewiß, daß erden Christen günstig gewesen ist *. Aus Haßgegen diesen Kaiser verfolgte Decius, der ihnumbrachte, die Christen aufs neue so heftig, als.noch niemals geschehen war. Die Kirche brei-tete sich auf allen Seiten aus, besonders in Gal-249. lien und baö Reich verlohr den Decius
bald,
* Lulet.. Ndr. VI c. zy. ^
Lre^or. lur. I,ibr. l. ILÜor. krsnc. sü.
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