!42 Bischof Bossuets Einleitung
Mre nach cident, und der Pabst, der heilige Damasus,lmrt. ihren Verordnungen gab, machte, daß dieseVersammlung die andre allgemeine Kirchenver-sammlung genennt wird. Unterdessen daß Theo-dosiuö mit solcher Gewalt, und so glücklichemZ8z. Fortgange regierte, so wurde Gratian , der ebenso tapfer, und eben so fromm war, von seinerganzen Armee, die aus fremden Völkern be-stund, verlassen, und dem Tyrannen, Maxi-mus , aufgeopfert. Die Kirche und das ReichZ86. Z87. beklagten einen so guten Prinzen. Der Tyrannherrschte in Gallien , und schien, sich mit diesemTheile begnügen zu lassen. Die Kaiserinn,Justina, ließ, im Namen ihres Sohnes, zum Be-sten der arianischen Keßer, öffentliche Befehle ver-kündigen. Der heilige Ambrosius, der Bischofvon Meiland, seßte ihr weiter nichts, als seineheilige iehre, sein Gebet, und seine Geduld ent-gegen, und richtete mit diesen Waffen so vielaus, daß er nicht allein der Kirche die Haupt-kirchen erhielt, welche die Keßer einnehmen woll-ten , sondern auch das Herz des jungen Kaisersgewann» Unterdessen machte Maximus feindlicheBewegungen, und Justina fand keinen getreuernUnterthan, als eben diesen heiligen Bischof. Siesendete ihn an den Tyrannen ab; allein seineBeredsamkeit konnte ihn nicht bewegen. Derjunge Valentinian wurde genöthigt, mit seinerMutter die Flucht zu ergreifen. Marimus bemäch-tigte sich der Stadt Rom , wo er die Opfer derfalschen Götter wieder herstellte, dem Senate,Z88» welcher beynahe ganz aus Heiden bestund, ge-fällig zu seyn. Allein zu der Zeit, da er denganzen Omdent eingenommen hatte, da er am
sicher-