in die allgemeine Geschichte. 141
nach einer heftigen Rede, die er an die Feinde Jahre nachdes Reiches hielt; sein ungestümer Zorn, der ^-^Ge,andern vor ihm eine Furcht einjagte, ward ihmendlich selbst schädlich. Sein Nachfolger, Gra-tian, sah die Erhöhung seines jungen Bruders,Valentinians , des ll, ohne Neid an. Manmachte ihn zum Kaiser, ob er gleich nur erst neunJahre alt war. Seine Mutter, Justina / eineBeschützerinn der Arianer, führte, während sei-ner Minderjährigkeit, die Regierung. Hier sahman in wenig Jahren verwundernswürdige Be-gebenheiten; die Gothen empörten sich widerden Valens ; dieser Prinz verließ die Perser,die Rebellen zu unterdrücken; Gratian eilte ihmzu Hülfe, nachdem er einen herrlichen Sieg überdie Deutschen davon getragen hatte; Valens , Z77-welcher allein überwinden wollte, eilte mit derSchlacht, und blieb nahe bey AdrianopoliS.Die sieghaften Gothen verbrannten ihn in einem Z?8.Stadtchen, wohin er geflohen war. Gratian ,welcher von der Menge der öffentlichen Angele-genheiten beynahe zu Boden gedrückt wurde,nahm den großen Theodosius zum Mitregentenan, und übergab ihm die Herrschaft über denOrient. Die Gothen wurden überwunden, 379.und alle Barbaren in Furcht erhalten. Un-ter dem Theodosius, welcher sich der Angele-genheiten der Kirche nicht weniger annahm, ver-dammte die Kirchenversammlung zu Constanti- W.nopel die macedonianischen Ketzer, welche dieGottheil des heiligen Geistes leugneten. Es be-fand sich bey dieser Versammlung nur die grie-chische Geistlichkeit; die Einwilligung, die der Oc-
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