Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
140
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14O BischofBossuets Einleitung

Jahre »ach und lebte nur so lange, bis er einen schimpflichen6br-'^ Ge- geschlossen hatte. Nach ihm führte Va-

z6L. z?O. lentinian den Krieg, als ein großer Feldherr; erz?i. u. f. "ahm seinen Sohn, Gratian, von seiner erstenJngend an, mit in den Krieg, hielt guteKriegs-zucht, schlug die Barbaren, legte Grenzfestungendes Reiches an, und beschützte im Occidentc dennicanis.hen Glauben. Valens , sein Bruder,den er zum Mitregenten annahm, verfolgte dierechtgläubige Kirche im Oriente < und da er denheiligen Basilius, und den heiligen GregoriuSNa;ianzenuS weder gewinnen, noch niederschlagenkonnte, so verzweifelte er an seinem Siege übersie. Einige Arianer vermehrten die alten Leh-ren ihrer Ketzerey mit neuen Irrthümern. Ae-rius *, sin arianischer Priester, wird in denSchriften der Vater, als der Stifter einer neuenKeherey, bezeichnet, weil er das Priesteramt demBischofamte gleichschätzte, und die Bitten, unddie Seelmessen, welche die Kirche für die Ver-storbenen hielt, für unnütz erklärte. Der dritteIrrthum dieses Hauptketzers war dieser, daßer die Beobachtung gewisser bestimmter Fastenzur Knechtschaft des Gesetzes rechnete, und habenwollte, daß das Fasten frey seyn sollte. Erlebte noch,als sich der heilige Epiphanius durch sei-neGeschichte der Keßereyen berühmt machte,wo erZ7?« mit den andern widerlegt wird. Der heiligeMartin wurde zum Bischöfe von Tours erwählt,und erfüllte die ganze Welt mit dem. Rufe seinerHeiligkeit und seiner Wunder, sowohl bey seinemLeben, als nach seinem Tode. Valcntmian starb

nach

* L^ixli. Iiser. 7). ^uZ. Kser. 5z.