Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
139
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in die allgemeine Geschichte. 159

und der heilige Hilan'us, der Bischof von Poi- Jahre nachtierS, die vornehmsten Vertheidiger desselben, ^Art.^machten sich auf der ganzen Erde eineil ewigen Na-men. Unterdessen daß der Kaiser Constanz mit denarianischen Angelegenheiten beschäftigt war, be-sorgte er die Angelegenheiten des Reiches sehrnachlaßig, und die Perser trugen große Vor-theile davon. Die Deutschen, und die Franken, Z57. z;Z.versuchten von allen Orten her, in Gallien ein-zubrechen. Julian, ein Verwandter des Kai- Z59.fers, hielt sie auf, und schlug sie. Der Kaiser z6o. z6i»selbst überwand die ^-armatier, und zog gegendie Perser aus. Um diese Zeit empörte sich Ju-lian wider den Kaiser, und wurde von der christ-lichen Religion abtrünnig. Constanz starb; Ju-lian gelangte zumThrone; seineRegierung war bil-lig, und gerecht; er verfolgte aber die Kirche auf ei-ne ganz neue Art.Er unterhielt die Uneinigkeiten inderselben, schloß die Christen nicht allein von ql-len Ehrenamtern, sondern auch von den Wissen-schaften aus, und glaubte, die Kirche mit ihreneignen Waffen zu bestreiken, da er die heiligeKirchenzucht derselben nachahmte. Die Mar-tern und TodeSarten gebrauchte er nur mäßig,und sie wurden unter andern Vorwendungen,als unter dem Vorwande der Religion, anbefoh-len. Die Christen blieben ihrem Kaiser getreu; Z6z.allein die Ehre, die er allzuheftig suchte, war dieUrsache seines Unterganges. Er wurde in Per-sien umgebracht, wo er sich allzuverwegen in eineSchlacht eingelassen hatte. Jovian , sein Nach- Z64.folger, ein eifriger Christ, fand die Angelegen-heiten des Reiches in verzweifelten Umständen, z66> Z67.

und