Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
138
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!Z8 Bischof Bossuets Einleitung

Jahre nack) vertrieben, und durch den römischen Pabst, dett'^burt.^ heiligen Julius, den Ersten ^, rechtmäßig wiederM. eingesetzt. Constantilis beschützte das Decret diesesZ51. Pabstes. Dieser gute Prinz regierte nicht lange.Der Tyrann, Marentius, brachte ihn durch Ver-räthercy ums Leben; allein er wurde bald wiedervom Constanz überwunden, und tödtete sich selbst.In der Schlacht, wo seine Herrschaft zu Grundegieng, versicherte Valens , ein aricmischer Bi-schof, welcher von seinen Freunden heimlicheNachrichten hatte, den Kaiser Constanz, daß dieZ5Z» Armee des Tyrannen in der Flucht begriffenwäre, und beredete den leichtgläubigen Kaiser,daß er solches aus einer göttlichen Offenbarungwüßte. Diese vorgegebene Offenbarung bewogihn, sich den Arianern zu überlassen- Die recht-gläubigen Bischöfe wurden ihrer Aemter entsetzt;die ganze Kirche wurde in Verwirrung und Unru-hen gebracht; die Standhaftigkeit des Pabstes,Liberius , gab endlich nach, der ins Elend verwiesenworden war, und die Verdrießlichkeit dieser Ver-weisung nicht länger ausstehen konnte. DieMartern machten, daß der alte Hosius, welcher357» vordem einSchutz derKirche gewesen war,unterlie-?59' gen mußte. Die Kirchenversammlung zu Nimini,die imAnfange sich so standhast bezeigt hattc,wurdeam Ende überrascht, und gab der Gewalt nach.Nichts gieng ordentlich zu; das Ansehen des Kai-sers wardas einzigeGescß. Allein die Arianer, wel-che dadurch alles vermochten/ konnten unter einan-der selbst nicht einig werden,und änderten ihrGlau-bensbekenntniß alle Tage. Das nicänischeGlau-vensbekenntniß bestund; der heilige Athanasius ,

und

* 80c. Mlr, Lccl. Kbr. II c, !5> 8o?om. III, 8.