Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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162
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162 Bischof Bossütts Eillleitung

Jahre nach gelii zum Dolmetscher, uiid ob er gleich wegen seinerChristi Ge- Eroberungen berühmt war, so zog er doch diesem"5^. Ruhme, den Ruhm, ein Christ zu seyn, vor. DieMercier wurden vom Osvin, dem Könige in Northum-berland, bekehrt; ihre Nachbarcn und Nachfolgertraten in ihre Fußstapfen, und ihre guten Werke wa-ren unzahlbar.

Im Oriente gieng alles zu Grunde. Unterdessendaß die Kaiser ihre Zeit mit ReligionSstreitigkeiten zu-brachten, und Ketzereyen erfanden, drangen dieSa-654. racenen ins Reich; nahmen Syrien lind Palastina6z5. hinweg; die heilige Stadt mußte ihnen unterwürfigseyn; Persien stand ihnen wegeil der innerlichen Zwi-6z6. siigkeiten offeil, und sie nahmen dieses große König-6z/. reich ohne Widerstand weg. Siegiengen nach Africa,und waren so mächtig, daß sie gar bald eine ihrer

647. Provinzen daraus machen konnten. Die Insel Cy-

648. pern wurde ihnen unterwürfig, und sie vereinigten inwelliger denn dreyßig Jahren alle diese Eroberungenmit den Eroberungen Mahomets. Italien , das im-mer unglücklich und verlassen war, seufzte unter denWaffen der Lombarden. Constcmz ließ alle Hoffnungfahren, sie zu vertreiben, und faßte den Entschluß,dasjenige zu verwüsten, was er nicht behaupteil konnte.

66z. Er wurde grausamer, als die Lombarden selbst, und kamnach Rom , aber nur in der Absicht, die Schätze derStadt zu plündern; die Kirchen selbst konnten sich vorihm nicht retten; Sicilien und Sardinien wurden ver-heert; und nachdem er sich aller Welt verhaßt gemacht66Z. hatte, wurde er von den Seinigen umgebracht. DieSaracenen bemächtigten sich unter seinem Sohne,Constantin, dem Bärtigen, der Provinzen Cilicien571.672. und Lycien. Constantinopel, welches sie belagerten,

wurde