Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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!64 Bischof Bossuets Einleituilg

Iahrenach bigen,eincsfrommen,undsricdliebendenKa'sersbeehrt/lmtt man sagte ihm zum Ruhme, daß er die Religion

6^. wieder hergestellt hätte. Sein Sohn, Justinian , der II,6Z5^ ward sein Nachfolger, als er noch ein Kind war. Zufeiner Zeit breitete sich der Glaube in Norden aus,689. und wurde daselbst verherrlicht. Der heilige Kilicmwurde vom Pabste, Conon, nach Franken gesendet,und verkündigte daselbst das Evangelium. Zu denZelten des Pabstes, Sergius, kam Ceadual, einer vonden König«! in Engelland, persönlich nach Rom , zurrömischen Kirche überzutreten, deren Glaube bis inseine Insel gedrungen war. Nachdem er von denHänden des Pabstes selbst die Taufe empfangen hatte,starb er, wie er sich solches gewünscht hatte.

Das Haus des Clovis war in eine bedauernswür-dige Schwachheit gefallen. Die Prinzen waren im-mer minderjährig gewesen/ weim sie die Regierungangetreten hatten,und dieses hatte Gelegenheit gegeben,siezu einer Weichlichkeit zugewöhnen, welcher sie nichtloswerden konnten, wenn sie mündig wurden. Daherkam eine lange Reihe nichtswürdiger Könige, welchevon der königlichen Würde nichts als den NamenKönig hatten, und alle Gewalt den Oberhofmar-69?. schallen überließen. Unter diesem Titel herrschte Pi-695. pin Heristel über alles, und erhob seine Familie sohoch, daß sie alles hoffen konnte. Sein Ansehenmachte es, daß der Glaube, nach dem Tode des heili-gen Wigbert, in Friesland ausgebreitet wurde, wel-ches Frankreich erebert hatte. Der heilige Swibert,der heilige Willelrod, und andre apostolische Man-ner, breiteten die eva-> Mische ehre in den benachbar-ten Proviinen aus. Umerde^'n war die Minderjäh-rigkeit des Kaisers/ Iustim'ans, glücklich vergangen.

Die