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172 Bischof Bossuets Einleitung
Ichrenach welche er von den Lombarden wieder erobert hatte,^durt^ ^^^'^ch^ bm Copronymus, daß er! sie zurückfor-derte , da er sie nicht hatte vertheidigen können. Seitdieser Zeit wurden die Kaiser in Rom nicht sonderlichmehr geachtet. Sie wurden durch ihre geringe Machtverächtlich, und durch ihre Irrthümer verhaßt. Pi-pin wurde, als der Beschüßer des römischen Volkesund der römischen Kirche, angesehen. Diese Würdewurde seinemHause, und den Königen von Frankreich ,erblich. Carl, der Große, ein Sohn des Pipins,behauptete sie mit so viel Muth, als Frömmigkeit.772. Der Pabst, Hadrian, nahm seine Zuflucht zu ihm, wi-der den Didier, den König der Lombarden, welcherverschiedne Städte weggenommen hatte/ und ganz77z. Italien bedrohte. Carl, der Große, gieng über dieAlpen . Alles wich vor seinen siegreichen Waffen,777. Didier wurde ihm überliefert, und die lombardischenKönige, die Feinde der Stadt Rom und der Päbste,hatten in der Person des Didier ein Ende. Carl, derGroße, ließ sich zum Könige in Italien krönen, undnahm den Titel eines Königes der Franzosen und derLombarden an. Zu gleicher Zeit übte er in Rom ,in der Würde eines Patricius, die oberste unum-schränkte Gewalt aus, und bekräftigte dem heiligenStuhle die Schenkungen des Königes, seines Va-ters. Die Kaiser konnten den Bulgaren kaum wi-derstehen, und unterstützten die Vertriebnen Lombar-ds , den vergebens. Der Bilderstreit währte beständigfort. Leo, der IN, ein Sohn des Copronymus, schienim Anfange besänftigt zu seyn ; allein er erneuertedie Verfolgung, so bald er Herr zu seyn glaubte. Erstarb bald. Sein Sohn, Constantin, welcher zehnJahre alt war, da er ihm nachfolgte, regierte unter
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