in die allgemeine Geschichte. 171
Unterdessen führte der Kaiser mit den Bildern Krieg. Jahre nachEr berief eine zahlreiche Kirchenversammlung zu Con-^"^.^stantinopel, damit er sich mit dem Ansehen der Kir-che vertheidigen könnte. Man sah aber *, wie esdoch gewöhnlich war, weder die Legaten des heiligenStuhles, noch die Bischöfe, noch die Legaten derandern Patriarchen/ in dieser Kirchenversammlung er-scheinen. Man verdammte darinnen nicht allein alleEhre, welche man den Bildern zum Andenken derOriginale erzeigte, als einen Götzendienst, sondernauch die Bildhauerkunst und Malerey, als verab-scheuungswürdige Künste **. Dieses war die Mey-nung der Saracenen, deren Anrathen Leo, wie mansagte, gefolgt haben sollte, als er die Bilder um-stürzte. Unterdessen kam doch in dieser Kirchenver-sammlung nichts wider die Reliquien vor. Die Kir-chenversammlung des Copronymus *** verbot es nicht,sie zu ehren, und that diejenigen in den Bann, wel-che zum Gebete an die heilige Jungfrau, und an dieandern Heiligen, ihre Zuflucht nicht nehmen wollten.Die Katholiken, welche wegen der Ehre/ die sie denBildern erwiesen, verfolgt wurden, antworteten demKaiser, daß sie lieber alle Arten von Elend ausste-hen , als Jesum Christum auch in seinem Schattennicht ehren wollten. Unterdessen gieng Pipin wieder 755.über die Alpen , und züchtigte den ungetreuen Astolph,welcher sich weigerte, den Friedensvergleich zu erfülllen. Die römische Kirche empfing niemals ein schö-neres Geschenk, als dasjenige, welches ihr dieserfromme Prinz gab. Er schenkte ihr die Städte,
welche
* conc. Nic. II. SÄ. 6.
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