Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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174
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!74 Bischof Bossuets Eitlleitung

I^re «.ich geschieht, und sie wird der höchsten Verehrung,^hurt^ gorreodlenftlichen Anbetung, oder einervölligen Unterwerfung entgegengesetzt, welchedie Kirchenversammlung Gott allein vorbehält. Außerden Legaten des heiligen Stuhles, und dem Patriar-chen zu Constantinopel erschienen auch die Legaten derandern Patriarchen, welche dazumal von den Ungläu-bigen unterdrückt wurden. Einige haben ihnen ihreGesandtschaft streitig gemacht; allein das ist außerStreit, daß alle Patriarchen die Aussprüche dieser Kir-chenversammlung nicht allein nicht verworfen, sondernauch ohne Widerspruch angenommen haben. Die ganzeKirche hat sie für gültig erkannt. Die Franzosen ,welche theils Götzendiener, theils neue Christen zuMachbaren hatten, deren Gedanken sie durch dieseAussprüche zu verwirren befürchteten, stunden langeZeit an, die Kirchenversammlung zu erkennen, weil sieüberdies) noch wegen des zweideutigen Ausdruckes, Än-derung, in Ungewißheit waren. Unter allen Bil-dern wollten sie keins, als das Bild des Kreuzes, eh-ren, das durchaus von den Figuren ganz unterschie-den ist, welche die Heiden für Götter hielten. Insdessen erhielten sie doch die andern Bildnisse an einemgeehrten Orte, und selbst in der Kirche, und verab-scheuten die Bilderstürmer. Der übrige Unterschiedverursachte noch keine Spaltung. Endlich sahen dieFranzosen ein, daß die Vater der nicänischen Kirchen-versammlung keine andre Verehrung der Bilder ver<langten, wenn die verschiednen Grade darinnen be-obachtet würden, als sie selbst den Reliquien, demEvangclienbuche, und dem heiligen Kreuze erwiesen,md diese Kirchelwersammlung wurde von der ganzen

Chri-