Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
175
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in die allgemeine Geschichte. 175

Christenheit unter dem Namen der siebenten allge- ^Zahre nachmeinen Kirchenversammlung geehrt. Art.^

Wir sind also von den sieben allgemeinen Kirchen-Versammlungen unterrichtet, welche der Orient undder Occident,die griechische, und die lateinische Kirche,mir einer gleichen Ehrfurcht annehmen. Die Kaiserberiefen diese großen Versammlungen, vermöge derunumschränkten Gewalt, die sie über die Bischöfe,oder zum wenigsten über die Vornehmsten hatten,denen die übrigen alle unterworfen waren, und die alsUnterthanen des Reiches angesehen wurden. DieKaiser befahlen, daß sie in öffentlichen Wagen an denbestimmten Ort der Versammlung gebracht wurden»Sie beriefen die Kirchenversammlungen im Oriente,wo der Sitz ihrer Regierung war, und schickten ge->meiniglich Commissarien dahin, welche auf die Er-haltung der Ordnung sehen mußten. Die auf dieseWeise versammelten Bischöfe brachten das Ansehendes heiligen Geistes, und . die Tradition der Kirchenmit sich. Vom Anfange des Christenthums sind diedrey bischöflichen Sitze, von Rom, von Alexandrien ,und von Antiochien , die vornehmsten gewesen, wel-che den Rang vor allen andern gehabt haben. Diemcänische Kirchenversammlung hatte ihren Beyfalldazu gegeben *, daß der Bischof der heiligen Stadteben den Rang haben sollte. Die andre und vierte Kir-chenversammlung erhoben den bischöflichenSitz zuCon-stantinopel noch höher, und wollten haben, daß er derandre im Range seyn sollte. Also wurden fünf bi-schöfliche Sitze, welche nach der Zeit den Namen der

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* cooc. Nicaen.e-M. 7. Lonc. c.?. I. c. z. Lonc. ckill.eeä, LÄi,. sS-