Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
207
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in die allgemeine Geschichte. 207

ren davon sehen konnte? Dieser blinde Eindruck,der ihn beherrschte, stieß ihn fort, und er verlohr sichin der Abgötterey so weit, daß ihn nichts zurückhaltenkonnte. Ein so großes Uebel nahm erstaunlich über-Hand. Aus Furcht/ daß es nicht das ganze menschli- .che Geschlecht anstecken, und die Erkenntniß Gottesganz vertilgen möchte, so gieng der göttliche Berufan den Abraham, seinen Knecht. In seiner Familiewollte er seinen Dienst, und den alten Glauben er-halten, der sowohl die Schöpfung des Weltgebäudes,als auch die besondre Vorsicht begriff, mit welcher erdie Welt regieret.

Abraham ist im Oriente beständig berühmt gewe-sen. Die Hebräer sind es nicht allein, die ihn alsihren Stammvater verehren. Die Jdumäer rüh-men sich gleichfalls dieser Ehre. Jsmael, der Sohn iB.Mos. -7>Abrahams , ist unter den Arabern, als derjenige, be- ^-kannt, von dem sie herkommen. Die Beschneidungist ihnen, als ein Kennzeichen ihres Ursprunges, übriggeblieben, und sie haben dieselbe zu allen Zeiten nichtam achten Tage, wie die Juden, sondern im drey-zehnten Jahre, empfangen, weil ihr Stammvater, iB.Mos. 17,Jsmael, nach der Nachricht der heiligen Schrift, erst ^'in seinem dreyzehnten Jahre beschnitten worden ist.Und diese Gewohnheit dauert unrer den Mahometa-nern noch fort. Andre arabische Völker erinnern sichnoch Abrahams , und derKctura, und sie sind es eben,welche nach der heiligen Schrift aus dieser Ehe ent-sprungen sind. Dieser Patriarch war ein Chaldäcr,und diese Völker, welche wegen ihrer astronomischenBeobachtungen bekannt sind, haben ihn unter ihreklügsten Sternseher gezählt. Die Geschichtschreibervon Syrien haben ihn zum Könige von Damascuö

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