Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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216
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216 Bischof Bossuets Einleitung

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Vom

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Moses, demgeschrießnen Gesche, undder Einführung des Volkes Gottes indas gelobte Land.

dem Tode Jacobs blieb das Volk Gottes inMH Aegypten bis auf die Zeit der Gesandtschaft Mo-jls, das ist, ungefähr zweyhundert Jahre.

Es vergiengen also vierhundert und dreyßig Jahre,ehe Gott seinein Volke das Land gab, das er ihm ver-heißen hatte. Denn er wollte seine Auserwählten dazu<ingcwöhnen,daß sie sich auf seineVersprechungen verlas-sen, und versichert seyn sollten, daß sie bald,oder spät, undMs doch immer zu denZeiten ersüllr.würden,welche vonseiner ewigen Vorsehung dazu bestimmt worden waren., V. Mos, 15, Er wollte ihnen das Land der Amoriter zur Beute^' geben; allein ihre Missethaten waren noch nichtalle, wie er sich gegen den Abraham erklart, und erverzog also noch, ehe er durch die Hand seines aus-erwahlten Voltes eine schreckliche und unbarmherzigeRache an ihnen ausübte.

Das Volk Gottes mußte Zeit haben, sich zu ver-mehren, damit es im Stande wäre, das Land zu be-völkern, das für dasselbe bestimmt war, solches mit Ge-walt einzunehmen, und seine von Gott verfluchtenEinwohner darans zu vertilgen.

Es war sein Wille, daß sie in Aegypten eine harteund unerträgliche Sklaverei) erfahren sollten, damitsie ihren Gott lieben und seine Barmherzigkeit ewigpreisen möchten, wenn er sie durch unerhörte Wunderbefrcyt haben würde.

Das