in die allgemeine Geschichte. 24z
der Vollkommenheit, und diesen Gegenstand seinerGüte ganz in Schmerzen und Elend versunken. DasKreuz erscheint dem Könige David , als der wahrhafteThron dieses neuen Königes. Er sieht, daß seine Ps---, l7.'«.Hände und Füße durchgraben sind, daß er alle ^'seine Gebeine-ahlen möchte, weil die last seines amKreuze hängendenieibes ihn zerrüttet,daß seineFxleider Ps.69,2-.-z.getheilt werden, daß man dasLoos um ftm Ge-wand wirft, daß man ihn mir Galle und Eßig tranker, daß seine Feinde um ihn herum ergrimmen,und sich an seinem Blute erfreuen. Allein Davidsieht zu gleicher Zeit die herrlichen Folgen seiner Er-niedrigung. Er sieht/ daß alle Völker nach dem Ps.--/-6- 27Herrn, ihrem Gott / fragen, der so viele Iahrhun- ^ ^'derte hindurch vergessen worden; daß die Armen zuerstzu der Tafel des Meßias kommen, und hernach die Fet-ten und Mächtigen der Erde ihn anbeten undpreisen werden; daß er selbst in dergroßen und zahl-reichen Gemeinde / nämlich in der Versammlung al-ler Bekehrten, das Haupt seyn / und fiinen Brü-dern den Hainen Gottes und seine ewigen Wahr-heiten verkündigen wird. David / der alles diesesgesehen, hat dabey erkannt, daß das Königreich seinesSohnes nicht von dieser Welt wäre. Er verwundertsich darüber nicht; denn er weis, daß die Welt ver-geht, und ein Prinz, der auf seinem Throne stets sodemüthig gewesen ist, sah wohl, daß ein Thron dasGlück nicht war, wo seine Hoffnung sich endigensollte.
Die andern Propheten haben das Geheimniß desMeßias auch gesehen. Es ist nichts so groß undherrlich, als das, was sie von seinem Reiche gesagtQ 2 haben.