Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
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in die allgemeine Geschichte. 249

gewisses Kennzeichen, und als eine unausbleiblicheFrucht seiner Ankunft ausgegeben. Die Bekehrungder Heiden, und die Zusage, das? alle Völker aufder Erde in ihm gesegnet werden sollen, diese Zusa-ge, welche vor langen Zeiten dem Abraham, Jsaac,und Jacob geschehen ist, wird aufs neue bestätigt,und das ganze Volk Gottes hofft auf die Erfüllungderselben.

Unterdessen fahrt Gott fort, sein Volk auf eine-Sam. 7, s.herrliche Weise zu regieren. Er macht mit dem Da- ^ ^ ^ ^vid einen neuen Bund, und verspricht ihm, ihn und 4- u. f.alle seine Nachkommen auf dem Throne zu beschuhen,'^^^wenn sie in den Geboten des Gesetzes Mosiö einherge- 2B.San1.11,hen. Er verkündigt ihnen auch die schrecklichsten Stra- ^" ^fcn vorher, die sie treffen sollten, wofern sie solches un-terlassen würden. David, der auf eine kurze Zeit seinerPflichten uneingedenk war, mußte diegottliche Strafezuerst empfinden. Allein nachdem er seinen Fehlerdurch seine Reue wieder verbessert hatte, so wurde ermit Gütern überhaust, und der Welt, als ein Mu-ster eines vollkommnen'Königes, vorgestellt. DerThron wird seinem Hause bestätigt. So lange Sa- iB.d.K.so'lamo, sein Sohn, ihm in seiner Frömmigkeit nach-ahmte, so lange war er glücklich. Er schweifte in sei-nem Alter aus, und Gott, der ihn um seines Knech-tes Davids willen schonte, verkündigte es ihm vor-her, daß er ihn in der Person seines Sohnes strafenwürde. So zeigt er den Vätern, daß er sie, nach ih-rem Tode noch, nach der verborgnen Ordnung seinerRachschlüsse und Gerichte, entweder strafen, oderbelohnen will. Er erhält sie im Gehorsame gegenseine Pflichten durch das, was ihnen am liebsten ist,nämlich durch das glückliche, oder unglückliche Schick-

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