25o Bischof Bossuets Einleituug
sal seiner Familie. Er erfüllte seine Drohungen
iV. V.K.i-. damit, daß er denRehabeam, der von sich selbst vcr-wagen genug war, noch dazu den thörichten 'Anschlagenseiner jungen Räthe überließ. Es sonderten sich zehnStämme von seinem Königreiche ab. Unterdessendaß diese zehnaufrüßrischen Stämme vonihrcmGotteund Könige abfallen, blieben die Kinder Juda, wel-che ihrem Gott und dem Haufe David getreu waren,
' in dem Bunde und Glauben Abrahams . Die Levi-
ten, und der Stamm Benjamin vereinigen sich mitihnen: das Königreich des Volkes Gottes bestehtunter dem Namen des Königreiches Juda durch ihreVereinigung, und das Gesetz Mosis erhält sich un-ter ihnen mit allen seinen Verordnungen und Gebräu-chen. So abgöttisch und verderbt auch die zehnStämme waren, so gedachte Gokt doch des Bundes,den er mit ihren Vätern, Abraham, Isaac und Ja-cob, aufgerichtet hatte. Sein Gesetz verlohr sich un-ter diesen Aufrührern nicht ganz; er hörte nicht auf,sie durch unzählige Wunder, und Ermahnungen, die erdurch seine Propheten an sie ergehen ließ, zur Buße
°^'7.'^5^ ZU rufen. Da sie endlich in ihren Lastern verhärtetwurden, so konnte er sie nicht länger ertragen, und ver-stieß sie aus dem gelobten Lande, ohne Hoffnung, daßsie jemals wieder darinnen wohnen sollten.
Tol',1,5.6.7. Unterdessen lehrt uns die Geschichte des Tobias,welche sich zu eben der Zeit, im Anfange der Gefan-genschaft Israels, zugetragen hat, die Aufführung dergläubigen Kinder Gottes unter den abgefallnen zehnStammen. Dieser heilige Mann, welcher vor derGefangenschaft unter ihnen wohnte, wußte sich nichtallein von der Abgötterei) seiner Brüder rein zu erhal-ten, sondern auch das Gesetz zu beobachten, und sei-nen