Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
251
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in die allgemeine Geschichte. 251

nen Gott in dem Tempel zu Jerusalem öffentlich an-zubeten , ohne sich durch böse Beyspiele, und dieFurcht daran verhindern zu lassen. Er wurde nachNinive gefangen weggeführt und verfolgt, und bliebdennoch mit seiner Familie gottesfürchtig. Die wun- Tob. s,derbare Weise, auf welche ihm und seinem Sohneihr Glaube auch auf der Erde belohnt wurde, zeigtuns, daß Gott auch in der Gefangenschaft und Ver-folgung geheime Mittel wußte, seinen Dienernden versprochnen Segen des Gesetzes zu geben, in-dem er sie durch die Unfälle, die er sie leiden ließ, zuden erhabensten Gedanken erhob. Die Jsraelitcnwurden durch die Beyspiele des Tobias und durch seineheiligen Ermahnungen erinnert, zum wenigsten un-ter der Ruthe, die Hand Gottes zu sehen, die siestrafte. Allein sie verharrten in ihrer Verstockung.Die von Juda machten sich die Strafen der Israeli- -B.d.K.i7,ten nicht allein nicht zu Nutze, sondern folgten auch ^'ihren böfen Beyspielen nach. Gott hörte nicht auf, El'end. 2z,sie durch seine Propheten zu warnen, die er einmalüber das andre zu ihnen sendete. Der Herr/ ihrer " 15.' ^Varer Gort, sandte ;u ihnen durch seine Bo- Ar.-?,-?,ten frühe, wie er sich selbst ausdrückt, um seine va-terliche Sorgfalt anzuzeigen. Ihre Undankbarkeitreizte ihn endlich zum Zorne wider sie, und er dräuteihnen, daß er sie eben so, wie ihre Brüder, strafenwollte.

Nichts ist in der Geschichte des Volkes Gottesmerkwürdiger, als dieses Amt der Propheten. DieseMänner sondern sich vom übrigen Volke durch eineingezogenes Leben, und durch eine besondre Klei-dung ab. Sie haben ihre eignen Wohnungen, wo sie in iB.d.K.i?,einer gewissen Gemeinschaft, unter einem Vorgesetzten, >?-

leben,