Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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252
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252 Bischof Bossuets Einleitung

Ies,-o,leben, den ihnen Gott giebt. Ihr armseliges und^S^io.' bußfertiges Leben, das sie führen, ist ein Vorbildc. >9/2o. der Kreuzigung des Fleisches, die unter dem Evan-^ K.'z' gelio verkündigt werden sollte. Gott gab sich ihnenz,i;.-8.1?. auf eine besondre Art zu erkennen, und machte diesec. 4,'l?. zz. Mittheilung unter dem Volke herrlich; doch niemalsc,6.l<-.zz.' verherrlichte er sich durch sie so sehr, als zu den Zei-c-^ h^. Anordnung, wo es schien, als ob die Abgöt-tcrey sein Gesetz vertilgen wollte. In diesen un-glücklichen Zeiten ließen die Propheten die Dränun-gen Gottes, und das Zeugniß, das sie der Wahrheitgaben, aller Orten, und mit lauter Stimme, und-B.Mos. 17, auch schriftlich, erschallen. Die Schriften, worinnenIes', z. sie solches thaten, waren in den Handen des ganzen^c,z4,i6. Volkes, und wurden zum Andenken der künftigen^?.'z^-?°' Jahrhunderte sorgfältig aufbehalten. Diejenigen, wel-« Chron. -6, ihrem Gott getreu blieben, vereinigten sich mit ih-Esv'i,i. nen, und wir sehen, daß selbst in Israel die Gläu-^Daii.?, 2. hjgxn mit den Propheten den Sabbath, und die übri-^'-5.^ gen Feste feyerten, die im Geseße Mosiö befohlenwaren. Die Propheten waren es, welche die recht-schaffnen Jfraeliten bewegten, im Bunde mit Gottzu verharren. Viele unter ihnen haben sich todtenlassen, und es fanden sich selbst in den verderbtestenZeiten, nämlich unter der Regierung des Manasscs,-B. d.K.-i, sehr viele Glaubigen, die ihrem Beyspiele folgten,^' und sich nicht scheuten, ihr Blut für die Wahrheit zu, vergießen, so, daß beynahe kein Augenblick verflossenist, wo sie nicht einen Blutzeugen gehabt hat.

Auf diese Weise erhielt sich die Gesellschaft desVolkes Gottes beständig; die Propheten wohnten- unter ihm, und eine große Menge der Gläubigenbekannte daö Gesetz Gottes mit ihnen, und den Prie-stern,