276 Bischof Bossuets Einleitung
Van.?,!, ehrsüchtig, geizig, betrügerisch, grausam, trotzig,gott ^oö; seine Siege blähte» ihn auf, und sein Ver-lust reizte ihn nur zu einer größern Wut. Er brachin Jerusalem ei», und war im Stande, alles zu un-ternehmen : Die Rotten unter den Juden, undnicht seine eignen Kräfte, machten ihn venvägen.Daniel hatte solches vorhergesehen. Er verübte un-erhörte Grausamkeiten; sein Hochmuth verleitete ihnzu den äußersten Ausschweifungen, und er lästerte denAllerhöchsten, wie eben dieser Prophet vorhergcsagrhatte. Damit diese Weißagungen erfüllt, und dieSünden des Volkes bestraft werden möchten, so wur-de ihm die Macht wider den beständige!, Opferdienstgegeben. Er entheiligte den Tempel Gottes, den dieKönige, seine Vorfahren, verehrt hatten; er plün-derte ihn, und füllte mit seinen Reichthümern seineerschöpften Schatzkammern wieder an. Unter demVorwcmde, einerley Sitten und Gebräuche unter sei-nenUnterthanen einzuführen, in der Thal aber,in derAb-sicht,seinenGeiz durch die Ausplünderung des ganzen jü-dischen Landes zu befriedigen", befahl er den Jüden,daß sie die Götter der Griechen anbeten sollten. Vor-nehmlich aber verlangte er die göttliche Verehrung des
l-o>>K. Ubr. olympischen Jupiters, dessen Götzenbild er in den-e. z>. Tempel selbst setzte. Er war noch gottloser, als Ne-bucadnezar, und unterfing sich, die Feste, das Ge-setz Mosis, die Opfer, die Religion, und das ganzeVolk selbst, zu vertilgen. Allein in den Prophezeiun-gen waren den Unternehmungen dieses Prinzen dieGrenzen gesetzt, wie weit sie gehen sollten. Matha-tias widersetzt sich seinen Gewaltthätigkeiten, undvereinigte die Redlichen in Juda unter einander.JudaS MaccabäuS, sein Sohn, verrichtete mit ei-ner