Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
342
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542 Bischof Bossuets Einleitung

Was ist mehr angemerkt worden, als das schreck-liche Geräusch, das die Priester am Pfingsttage imHeiligthume hörten, und die deutliche Stimme, dieaus dem Innern dieses geheiligten Ortes erschallte:Laßt uns von hinnen weichen, laßt uns vonhinnen weichen? Die heiligen Geister, die Beschü-tzer des Tempels, erklärten sich öffentlich, daß sie denTempel verließen, weil ihn Gott, der so viele Jahr-hunderte hinixirch seine Wohnung darinnen gehabtHatte, nunmehr verwarf.

Iosephus und Tacituö haben dieses wunderbare An-zeichen auch erzahlt , Doch es bemerkten dasselbe nurallein die Priester. Allein hier ist ein andres Anzei-chen, das die Augen des ganzen Volkes gesehen haben,und niemals ist unter einem Volke ein gleiches Anzei-chen gesehen worden. Vier Jahre vorher, eheder Rrieg angekündigt wurde, sing ein Land--mann an zu schreyen: l^ine Stimme ist vomOriente ausgegangen; eine Stimme istvomÖc-cidente ausgegangen; eine Grimme ist von al-len vier Minden ausgegangen; eine Stimmewider Jerusalem und wider den Tempel; eineStimme gegen dieneuverheyratheren Manner/' l»nd die neuverheyrarhcren Frauen; eine Stim-me wider das ganze Volk. Seit der Zeit horteer weder Tag noch Nacht auf zu schreyen: Weh,weh über Jerusalem! Er verdoppelte sein Ge-schrey an den Festtagen. Man hörte kein a.idrcs^ Wort aus seinem Munde. Diejenigen, welche ihnbeklagten, diejenigen, welche ihn verfluchten, diejeni-gen, welche ihm seinen Unterhalt reichten, hörten nie-mals etwas anders von ihm, als dieses schreckliche

Wort:

» Oe bell.Iuä. I. 7. c. ».lack. KM. I. V. c, iz.