in die allgemeine Geschichte. 345
gen. Der Prophet, Jeremias, verkündigte ihnenauf den Befehl Gottes, daß sie Gott selbst diesem Prin- Jtt.-7,lz.i7zen übergeben hätte, und daß für sie keine Hoffnungübrig wäre, wenn sie sein Joch nicht annahmen. Ersagte zum Könige, Zedekias, und seinem ganzen Vol-ke, unterwerfet euch den? Nebucadnezar , demKönige vonBabel,damir ihr leben möget. War-um wollt ihr umkommen? Und warum soll dieseSradc ;urN)üften werden?Allein sie glaubten seinenWorten nicht. Unterdessen daß sie Nebucadnczar durchdie erstaunlichen Werke, mit welchen er ihre Stadtumgeben hatte, eingeschlossen hielt, ließen sie sich durchihre falschen Propheten bezaubern, welche ihren Geistmit eingebildeten Siegen erfüllten, und ihnen im Na-men Gottes sagten, ob sie gleichGott nicht gesandt hatte:Ich habe das Joch des Königes zu Babel zer- ^ ,zbrochen, und ehe zwey Jahre um sind/ will ich ' 'alle Gefäße des Hauses des Herrn, welche Ne-bucadnczar, der Zxönig von Babel, von diesemOrre weggenommen, und gen Babel gefuhret,wiederum an diesen Grt bringen. Das Volk,welches durch diese Verheißungen verführt wurde,stund Hunger, und Durst, und das äußerste Elendm>6, und brachte es mit seiner unsinnigen Verwägen-heit so weit, daß keine Gnade mehr für dasselbe übrigwar. Die Stadt wurde zerstört; der Tempel wurdeverbrämn; es war alles ganz aus.
Daran merkten die Jüden,daß die Hand Gottesüber ihnen schwer wäre. Allein damit die göttliche Rachebey der leßten Zerstörung der Stadt Jerusalem ebenso offenbar seyn möchte, als bey der ersten, so ließGott eine eben so große Verführung, eine eben so fre-velhafteVerwagenheit,und eben dieselbeVerstockung zu.
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