in die allgemeine Geschichte. z6r
falem belagert mir einem Heere, so merket, daßherbeykommen ist ihre Verwüstung; alsdannwer in Iudäa ist, der fliehe auf die Gebirge.
Ein Evangelist erklart den andern, und wenn mandie Stellen mit einander vergleicht, so werden wirleicht begreifen, daß der vom Daniel vorhervcrkün-digte Greuel der Verwüstung und die Armeen um Je«^ rusalem einerley sind Die heiligen Vater habensolches also verstanden, und die Vernunft überzeugtuns davon.
Das Wort, Greuel, bedeutet nach dem Gebrau-che der heiligen Sprache ein Götzenbild. Wer weisnicht, daß in den Fahnen der römischen Armeen dieBildnisse ihrer Götter und Kaiser befindlich waren,die vor allen andern Göttern verehrt wurden? DieseFahnen waren einGegenstand berAnbetung des Kriegs-volkes, und weil die Götzenbilder, nach dem BefehleGottes, niemals in dem heiligen lande erscheinen durf-ten, so waren auch die römischen Fahnen daraus ver-bannt. Wir sehen auch aus der Geschichte, daß dieRömer, so lange sie gegen die Juden noch einige Ach-tung gehabt haben, ihre Fahnen niemals durch Iu-däa gehen lassen. Als Vitellius durch diese Pro-vinz zog, den Krieg nach Arabien zu bringen, soließ er seine Völker ohne Fahnen durch Judaa ziehen;denn man ehrte dazumal die jüdische Religion noch, undwollte dieses Volk nicht zwingen, solche Dinge zuleiden, die seinen Gesetzen so sehr zuwider warenAllein man kann leicht glauben/ daß die Römer in,dem letzten jüdischen Kriege ein Volk nicht mehr
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* Orig.l'l-. zz. in ZVlarrkl. ^ug. e?> so. sä 5Ielzfcli." ^olexb. ^miyu. XVIII. c. 7-