z66 Bischof Bossuets Einleitung
ten noch übrig waren. Allein die Sache mußte durchHeiden selbst bestätigt werden. Ammicmus Marcellia-m>6, seiner Religion nach ein Heide, und ein eifri-ger Vertheidiger des Julianus, hat den Erfolg da-von in folgenden Worten aufgezeichnet*: Unter-dessen daß Alipius mit Hülfe des Statthaltersder Provinz das N>erk so sehr beförderte, alser konnte, so brachen aus dein Grunde/ der vor-her durch gewaltige Stöße erschüttert wordenwar, schreckliche Leuerklumpen herauf, und dieArbeiter, welche das lVerk fehr oft wieder an-fingen, wurden zu verfchiedenenmalen ver-brannt; man konnte nicht mehr zu dem Ortekommen, und mußte mir der Unternehmungaufhören.
Die Kirchengeschichtschreiber, welche eine so merk-würdige Begebenheit genauer erzählen, seßen zu demFeuer aus der Erde noch das Feuer vom Himmel hin-zu. Allein endlich bestund doch das Wort Jesu Chri-sti fest. Hier ruft der heilige Johannes Chrysosto-mus aus: Er hat seine Rirche auf einen Felsengegründet, und nichts kann sie zerstören; erhat den Tempel zerstört, und niemand kanndenselben wieder aufbauen; niemand kann das-jenige verwüsten, was Gott erbaut, und nie,mand kann dasjenige aufrichten, was Gott nie-derstürzet**.
Wir wollen von Jerusalem und seinem Tempelnicht mehr reden. Lasset uns unsre Augen auf dasVolk selbst richten , das vordem ein lebendiger Tem-pel
, * ämm. MKrceÜ. Ubr. XXII. ult,** vrsr. In ^ucZ.