Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
367
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in die allgemeine Geschichte. z6y

pel des Gottes Zebaoth war, und nunmehr der Ge-genstand seines Hasses ist. Die Juden liegen, wennich so sagen darf, mehr niedergestürzt/ als ihr Tempelund ihre Stadt. Der Geist der Wahrheit ist nichtmehr unter ihnen; die Weißagung ist daselbst verlo-schen : die Verheißungen, aufweiche sie ihre Hoff-nung gründen, sind eitel geworden; alles ist unter die-sem Volke umgestürzt, und es ist kein Stein aufdem andern geblieben.

Bemerken sie doch, Monftigneur, wie tief siein den Irrthum gestürzt sind. Jesus Chr'istuS hattezu ihnen gesagt: Ich bin kommen in meines Va- Joh,5/4i.rers Namen, und ihr nehmet mich nicht an:So ein andrer in seinem eignen Namen kom-men wird, den werdet ihr annehmen. Seit derZeit herrscht der Geist der Verführung so sehr unterdiesem Volke, daß sie noch einen jeden Augenblick be-reit sind, sich von ihm hinreißen zu lassen. Das warnicht genug, daß die falschen Propheten Jerusalem in die Hände des Titus überliefert hatten; die Judenwaren noch nicht völlig aus Judäa vertrieben, und eshatten viele aus liebe, die sie zu Jerusalem trugen,ihre Wohnung bey den Ruinen dieser Stadt aufge-schlagen. Nunmehr erscheint ein falscher Christ, derihren völligen Untergang beschleunigt. Fünfzig Jah-re nach der Einnahme der Stadt Jerusalem , noch in 'dem Jahrhunderte, da unser Heiland gestorben war,gab sich ein ehrloser BarchochebaS, ein Räuberund ein Bösewicht, für den Stern Jacobs/ und also 4-B.Mof.für den Meßias aus, der den Jüden unter diesem Na- >?°men im vierten Buche Mosis vorherverkündigt wor-den war, weil sein Name einen Sohn des Sternesbedeutete. Akibaö, der Angesehenste unter den Rab-biner»,