Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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Seite
371
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in die allgemeine Geschichte. 57t

worden*. Das war eine große Vcranderung,weil ihnendieseGewalt bis Hieher allezeit gelassen worden war, siemochten einer Herrschast unterwürfig gewesen seyn, wel-cher sie wollten.Sie hatten selbst inBabylon wahrend ih/rer Gefangenschaft diese Macht gehabt. Die Geschichte Ban.»,der Susanna zeigt solches zur Gnüge, und es ist einebekannte Sage unter ihnen. Die Könige von Per-sien, welchesiewiedcr herstellten, ließen ihnen diese Ge-walt durch eine ausdrückliche Verordnung, die wir an Esr. -5.seinem Orte angemerkt haben. Wir haben auch ge- 26.sehen, daß die ersten Seleuciden ihre Freyheiten mehrvermehrt, als eingeschränkt haben. Ich brauche hiernicht noch einmal von der Herrschaft der Maccabaerzureden, wo sie nicht allein befreyt, sondern auch ih-ren Feinden selbst furchtbar und überlegen wurden.Pompeius demüthigte sie, wie wir gesehen haben; erbefriedigte sich aber an dem Tribute, den er ihnen auf-legte, und begnügte sich daran, sie in einen solchenStand gesetzt zu haben, daß das römische Volk imFalle der Noch mit ihm schalten könnte, wie es wollte.Er ließ ihnen aber ihren Prinzen mit aller ihrer wclcli-chenGewalt-Man weis aus dcrGeschichte,daß es dieRö-mer mir den überwundnen Völkern so machten, und sichcm der innerlichenRegicrungsart nicht vergriffen, wennsie einem Lande ihre eingebohrnen Könige noch ließen.

Kurz, die Iüden räumen ein, daß sie diese Gewaltüber Tod und Leben etwa vierzig Jahre vor der leßtenZerstörung des andern Tempels verlohren haben, undes ist unstreitig wohl HerodeS gewesen, welcher den An-fang gemacht hat, ihrer Freyheit diese Wunde bey-zubringen **. Denn er wollte sich an der hohen

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* l'slm. tlieroiol.IraÄ,"* lolepii, 2miHU.XIV.17.