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[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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in die allgemeine Geschichte. z?Z

mehr zu haben glaubten. Sie steinigten zwar den Heil.StephcmuS; allein das gieng tumultuarisch zu, undwar eine Folge von den aufrührischcn Empörungen,die die Römer nicht allezeit bey denen unterdrückenkonnten, die sich für Eisrer für das Gesetz ausgaben.Man kann es also für eine gewisse Wahrheit ansehen,die sowohl die Geschichte, als das einmüthige Zeug-niß der Jüden und der Zustand ihrer Angelegenheitenbestätigt, daß sie gegen die Zeiten unsers Heilandes,und vornehmlich gegen die Zeit, da er sein Lehramtauszuüben anfing, die weltliche Gewalt völlig verloh-ren. Sie konnten diesen Verlust nicht sehen, ohne sichnicht der alten Weißagung Jacobs zu erinnern, welcheihnen prophezeyte, daß zu den Zeiten des Meßiasweder Gewalt, noch Ansehen, noch eine oberkcitlicheMacht mehr unter ihnen seyn würde. Einer von ih-ren alten Schriftstellern merkt solches an, und er hatRecht, wenn er gesteht, daß der Scepter damals nichtmehr inJuda gewesen wäre.Er merkt mudieHaupter desVolkes hatten kein Ansehen mehr gehabt, weil ihnendie öffentliche Gewalt entzogen worden wäre; das Syne-dn'um hätte seine Gewalt verlohren, und die Gliederdieser großeil Versammlung wären nicht mehr alsRichter, sondern als bloße Lehrer des Volkes anzuse-hen gewesen *. Es war also nach ihrem Gestandnisseselbst Zeit, daß Jesus Christus erschiene. Wie siealso dieses gewisse Zeichen von der nahen Ankunft die-ses neuen Königs sahen, dessen Reich sich über alleVölker erstrecken sollte, so glaubten sie, daß er in derThat bald kommen würde. Das Gerüchte brei-tete sich in allen Gegenden umher aus, und manwar im ganzen Oriente überredet, daß die Zeit nichtAa z fern

* IraA. voc. msgns. L-en. leu comm.in Leu.