Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
385
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in die allgemeine Geschichte.

sias erkannt zu werden. Ist der Meßias gekommen;ist das neue Pricsterthum nach der Weise Melchise-dccs in seiner Person angegangen, und ist das neueReich, das nicht von dieser Welt war, angerichtetworden: So sind weder Aaron, noch Levi, uochIuda,noch David, noch ihre Familien weiter nöthig. Was Dan>5,»Asoll Aaron zu der Zeit noch, da nach dem Daniel dieOpfer und Speisopfer aufhören sollen ? Das Schick-sal des Hauses Davids und des Stammes Iuda istvollendet, so bald der Christ des Herrn daraus herge-kommen ist, und da die Juden ihrer Hoffnung selbstentsagten, so vergaßen sie gerade zu der Zeit die Folgeund Ordnung der Familien, die bis dahin so heilig undsorgfältig erhalten worden war.

Wir wollen eins, von den Merkmalen der An-kunft des Meßias , nicht vergessen, das vielleicht dasvornehmste ist. wenn nur es recht zu verstehen wissen, D<m.s,-6tob es gleich den Juden ein Aergerniß und ein Ab-scheu ist. Das ist die Vergebung der Sünden, dieim Namen eines leidenden, eines erniedrigten, undeines bis zum Tode gehorsamen Heilandes verkündigtwird. Daniel hatte unter seinen Wochen eine ge-heimnißvolle Woche bezeichnet, die wir auch ange-merkt haben, die Woche, wo Christus aufgeopfert,der Bund durch seinen Tod bekräftigt werden, unddie alten Opfer ihre Kraft verlieren sollten. Wirwollen zum Propheten Daniel den Propheten Jesaiashinzusetzen: Wir werden hier den ganzen Grund ei- 55neö so großen Geheimnisses finden; wir werden denMenschen sehen, der geplagt, und von Gorc ge-schlagen und gemartert war, der unsre Zxrank-heic trug, alle unsre Schmerzen auf sich lud,der um unsrer Sünde willen zerschlagen rvur-

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