Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
399
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in die allgemeine Geschichte. Z99

zigren Christum , den Juden ein Aergerniß undden Griechen eine Thorheit. Denen aber, dieberufen sind, beyde den Juden und Griechen,predigen wir Christum,göttliche Rrafr und gött-liche iVeisheit; denn die göttliche Thorheit istweiser, denn die Nlenschen sind, und die gött-liche Schwachheit ist starker, denn die Men-schen sind. Das ist also der letzte Streich, der un-sre stolze Unwissenheit niederschlagen mußte. DieWeisheit, zu der man uns fuhrt, ist so erhaben, daßsie unsrer Weisheit eine Thorheit zu seyn scheint, undihre Gesetze sind so erhaben, daß uns alles davon aus-schweifend vorkömmt.

Allein wenn uns die göttliche Weisheit gleich insich selbst unbegreiflich ist, so äußert sie sich doch durchihre Wirkungen deutlich genug. Es geht eine Kraftaus dem Kreuze aus, und alle Götzenbilder werden er-schüttert. Wir sehen sie niederstürzen, ob gleich dieganze römische Macht dieselben aufrecht zu erhaltensucht. Das sind die Weisen, das sind die Edlen,das sind die Gewaltigen nicht, die ein so großes Wun-der gethan haben. Das Werk Gottes ist ganz seinWerk, und was er durch die Erniedrigung seinesSohnes angefangen hat, ist durch die Erniedrigungseiner Jünger vollendet worden. Sehet an, liebenBrüder, so beschließt der Apostel Paulus seine vor-treffliche Rede, scher an euern Beruf; nicht viel i Cor. r, -5.lVeise nach dem Fleische, nicht viel Gewalri-ge, nicht viel Edle sind berufen: Sondern wasthöricht ist vor der N?elt, das h^.c Gott er-wählt, daß er die N?eifen zu Schunden mache, .und was sckwach ist vor der lVely das l>;eGorr erwählt, daß er Zu Schanden mache,

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