Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
411
Einzelbild herunterladen
 

in die allgemeine Geschichte. 4"

Obgleich Porphyrius das Christenthum abgeschwo-ren und sich für seinen Feind erklärt hatte, so gestunder dennoch in seinem Buche, das er die Philosophieder Orakel nannte, daß die Heiligkeit Jesu Christi sehrgünstige Zeugnisse für sich habe *.,

Das wolle Gott nicht, daß wir von betrügerischenOrakeln die! Ehre des Sohnes Gottes lernen wollten,der sie bey seiner Geburt zum Stillschweigen gebrachthat**! Diese Orakel, welche Porphyrius angeführthat, sind lauter Erdichtungen: allein es ist dochgut, wenn man weis, was die Heiden ihre Gotter von unserm Heilande sagen lasten. Porphyrius ver-sichert uns also, daß es Orakel gegeben hätte, in wel-chen unser Heiland ein frommer und der Unsterb-lichkeit rvürdigerMann genannt worden wäre;alleineben diese Aussprüche hätten die Christen für ver-führte und unreine Leute erklärt. Er führt daraufdas Orakel der Göttinn, Hecate, an, wo sie von JesuChristo, als von einem großen Manne redet, dessenLeib den Martern nachgegeben hat, dessen Seele abersich nunmehr unter den glückseligen Seelen im Him-mel aufhält. Diese Seele, sagte die Göttinn des Por-phyrius , hat unglücklicher Weise diejenigen Seelen inIrrthümer gestürzt, welchen die Gaben der Götter,und die Kenntniß des großen Jupiters nicht verliehenworden ist; deswegen sind sie Feinde der Götter. Al-lein hütet euch, ihn zu schmähen, fährt sie in ihrer Re-de von Jesu Christo fort, und beklagt allein den Irr-thum derjenigen,deren unglückliches Schicksal ich eucherzählt habe. Das sind prächtige nichtssagende Worte,

allein

^ ?orpk,)sr. I, c. ?IüIo5 xc!r orac. Luled, äemonür, LvanA,III. 8.

> ** ^UZutt. äe c1v!r.veiX1X,c.-->