Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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414
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414 Bischof Bossuets Einleitung

wir habe» noch eine Stelle voin Julian, dem Abtrün-nigen, wo er die Wunder unsers Heilandes zwar wohlverachtet, sie aber doch nicht in Zweifel zieht Vo.lusian thut eben das in seinem Briefe an den heiligenAugustin, und diese Rede war unter den Heiden etwasgemeines^.

Man darf also nicht mehr darüber erstaunen, wenndie Heiden, welche gewohnt waren, alle Menschen, andenen man etwas außerordentliches wahrnahm, utiterdie Götter zu versetzen, auch Jesum Christum zu demRange ihrer Gottheiten erheben wollten. Tiberius trug dem römischen Senate vor, Jesu Christo göttli-che Ehre zu erweisen, da er so viel Vortreffliches vonihm hörte. Das ist nicht etwas, das man ohne Grün-de behauptet; Tercullian führt solches, als eine öffent-liche und bekannte Sage in seiner Apologie an, die erdem Senate im Namen der Kirche vorlegte Esist nicht zu glauben, daß ereine so gute Sache, als dieseinige war, durch Dinge hätte schwachen wollen,die so leicht widerlegt werden konnten, wenn sie nichtaußer allem Streite gewesen wären. Wenn wir dasZeugniß eines Heiden selbst verlangen, so wird unsLampridius sagen, daß Hadrianus Jesu ChristoTempel erbaut habe, die noch zu seiner Zeit zufthen yerveftn voaren. Alexander Severns beteteihn in seinem Pallaste an, und wollte hernach ihm öf-fentliche Altäre ausbauen, und ihn unter die Zahl derGötter setzen

Es ist in der That sehr ungerecht, wenn man von

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