Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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415
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m die allgemeine Geschichte. 415

Jesu Christo nur das glauben will, waö diejenigenvon ihm schreiben, die seine Schüler nicht gewordensind; denn das heißt den Glauben bey den Ungläubi-gen suchen, und die Sorgfalt undGenauigkeit bey denenfinden wollen,die mit andernDingen beschäfftigt waren,und die Religion für eine ganz gleichgültige Sachehielten. Allein unterdessen ist es doch wahr, daß dieHerrlichkeit Jesu Christi in einem so hellen Lichte er-schienen ist, daß sich die Welt selbst nicht enthalte!»können, ein Zeugniß für sie abzulegen/ und ich kannihnen, Monseigneur, kein ansehnlichcrs vortragen,als das Zeugniß so vieler Kaiser.

, Ich sehe unterdessen wohl ein, daß sie eine ganzandre Absicht darunter auszuführen dachten. Esmengte sich die Politik in die Ehre, die sie Jesu Chri-sto erzeigten. Sie wollten haben, daß sich endlich al-le Religionen vereinigen, und alle Götter aller Se-cten einer jeden gemein werden sollten. Die Christenaber wollten von einem solchen vermischten Gottesdien-ste nichts wissen, und verachteten die Nachsicht derrömischen Staatskunst sowohl, als ihre Strenge undGrausamkeit. Gott wollte haben, daß die Heiden,aus einer andern Ursache, die Tempel nicht wolltenbauen lassen,welche die Kaiser unserm Erlöser bestimm-ten. Die Gößenvriester erklärten sich nach dem Berich-te eines heidnischen Schriftstellers , den ich schon etli-chemal angeführt habe, gegen den Kaiser, daß rvenn erzum Gebrauche der Christen Tempel aufbaue?»ließ, so würden alle andern Tempel verlassenwerden, und die ganze lVelr rvürde die christli-che Religion annehmen *. Die Abgötterey selbst

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