Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
416
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4i6 Bischof Bossuets Eitlleiwng

fühlte in unsrer Religion eine siegreiche Gewalt, wel«cher die falschen Götter nicht widerstehe», konnten undrechtfertigte also die Wahrheit des 'Ausspruches vomApostel Paulus : Wie stimmet Christus mir dem»Cor.6,.5.16 2Selml, und was hat der Tempel Gorres für ei,ne Gleichheit mir den Götzen?

So wurde also die heidnische Religion durch dieKraft des Kreuzes zu Schanden, und kam in Verfall,und die Einheit Gottes wurde ein so allgemeiner Glau-be, daß am Ende so gar die Abgötterei) selbst nichtweit davon entfernt zu seyn schien *. Sie sagte, daßdie göttliche Natur so groß wäre, und sich so weit er-streckte, daß sie nicht unter einen: einzigen Namen,noch unter einer einzigen Gestalt abgebildet werdenkönnte; daß aber Jupiter, Mars , Juno und alle andernGötter nur eben derselbe Gott waren, dessen unendli-chen Eigenschaften unter so vielen verschiednen Benen-nungen erklart und vorgestellt würden. Wenn siehieraufgezwungen waren, auf die unreinenGeschlechterihrer Götter, auf ihre unehrlichen Geburtsregister, aufihre schandbaren Wollüste und Liebesverstandnisse, aufihre Feste und Geheimnisse zu kommen, die sich aufkeinen andern Grund stützten, als auf diese ungeheu-ern Fabeln: So wurde die ganze Religion in Alle-gorien verwandelt. Da war es die Welt, oder dieSonne, welche dieser einzige Gott war; da waren esdie Sterne; da waren es die just, das Feuer, dasWasser und die Erde, und ihre verschiednen Zusam-mensetzungen, welche unter den Namen der Götterund ihrer Buhlereyen versteckt waren. O eine schwa-che

^^vlacrod. 1.8ar. 17. ec 5e«z. ^xulej. äe Oeo LocrAr.^u^ul!'.civ1r.VI.io. ».