in die allgemeine Geschichte. 429
Zeiten Mosis; andre zu den Zeiten Josua, und derRichter; andre zu den Zeiten, wo das jüdische Voltaus Acgypten geführt wurde, und das Gesetz empfing;andre zu den Zeiten, wo eö das gelobte Land in Besitznahm, und andre zu den Zeiten, wo eö Gott durchaugenscheinliche Wunder in dem Besitze des versproch-nm Erbtheiles bestätigt hat. Gott wollte den Un-glauben eines sinnlichen Volkes überzeugen, und nahmdaher viele Jahrhunderte dazu, binnen welchen er aufeine weise Art seine Wunder und Propheteil austheil-te, damit er die sinnlichen Zeugnisse oft erneuerte, wo-durch er seine heiligen Wahrheiten bestätigte. Indem neuen Testamente erwählte er eine andre Ein-richtung. Er wollte seiner Kirche nach Jesu Christonichts neues offenbaren. In ihm ist die Vollkom-menheit und Fülle, und alle Bücher des neuen Bun-des sind zu den Zeiten der Apostel verfertigt worden.
Das Zeugniß Jesu Christi , und das Zeugniß de«rer, die er für würdig hielt, Zeugen seine? Auferste-hung zu seyn, war der christlichen Kirche genug. Al-les, was nach der Zeit gekommen ist, hat sie erbaut,allein sie hat nichts anders für Eingebungen Gottesgehalten, als was die Apostel selbst aufgeschrieben,oder durch ihr Ansehen bekräftigt haben.
Allein bey diesem Unterschiede, der unter den Bü-chern des alten und neuen Bundes ist, hat Gott alle-zeit die weise Ordnung beobachtet, daß er, was ge-schehen ist, zu der Zeit aufschreiben lassen, wo es sichzugetragen, oder wo das Andenken davon noch ganzneu gewesen ist. Diejenigen also, welche die Bege-benheiten wußten, haben sie beschrieben; diejenigen,die sie wußten, haben die Bücher auch angenommen,worinnen sie die Zeugnisse von ihnen fanden; bcyds
aber