Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
431
Einzelbild herunterladen
 

in die allgemeine Geschichte. 451

kann die verschiednen Zeiten und Verfasser von einan-der unterscheiden, und ie sorgfaltiger man gesucht hat,sie ganz zu erhalten, desto unstreitiger ist die Tradition,die uns dieselben erhalt.

Sie ist auch nicht allein von den Rechtgläubigen,sondern auch von den Ketzern und sogar von den Hei-den dafür angenommen worden. Man hat den Mo-ses im ganzen Oriente, und hernach auf der ganzenErde für den Gesetzgeber der Iüden und für den Ver-fasser der Schriften gehalten, die man ihm zueignet.Die Samaritaner^ welche sie von den zehn abgefall-nen Stämmen empfangen haben, sind so sorgfältig mitder Erhaltung derselben umgegangen, als die Jüden^Ihre Tradition und ihre Geschichte ist bekannt *.

Zwey Völker, die solche Feinde von einander wa-ren, haben sie nicht, eins von dem andern, genommen;allein beyde haben sie von ihremgemeinschaftlichenUr-sprunge her gehabt,und m den ZeitenDavidS und Sala-monö empfangen. Die alten hebräischen Charaktere,welche dieSamaritaner noch beybchalten,zeigeu zurGnü-ge, das? sie dem Esra nicht gefolgt sind, der sie veränderthat. So müssen also der Pentateuchus der Samaritaner,und der PentateuchuS der Iüden als zwcy vollkomm-ne Originale angesehen werden, die eins das andrenichts angehen. Die vollkommne Uebereinstimmungderselben, was den Text anbetrifft, beweist die Red-lichkeit dieser beyden Völker. Das sind getreue Zeu-gen, die mit einander cinmüthig etwas bekräftigen,ohne es mit einander abgeredet zu haben, oder besser

^.-^ . zu

* Iren. 1.2. 17. l'ertuU. aclv. ZVlarc. IV. 1. 4. 5. ^u»8"lr, cle urillr cre6. z, 17. conrra kiulrum IVlanicli, XXII. 79.XXVIH.4.XXXII. XXXIII. Lonrr. aclvers. jex. er?roxk.I.'S-