in die allgemeine Geschichte. 4zz
Heide sind iemals auf den Argwohn gefallen, daß sieuntergeschoben waren, sie haben ihnen vielmehr alledie Verfasser zugestanden, welche ihnen die Christengeben. Obgleich die Ketzer durch das Ansehen dieserBücher widerlegt und zu Schanden gemacht wurden,so unterstunden sie sich doch nicht zu leugnen, daß sievon den Jüngern unsers Heilandes herrührten. Es sindaber einige von diesen Ketzern dein Anfange der Kircheganz nahe gewesen, und die Bücher des Evangelii sind,so zu sagen, vor ihren Augen geschrieben worden. DerBetrug würde also gar zu leicht entdeckt wordenseyn, wenn man ja vom Betrüge etwas sagen wollte»Wie hatte er können glücklich seyn? Es ist wahr, daßnach den Zeiten der Apostel, da sich die Kirche schonauf der ganzen Erde ausgebreitet hatte, Marcion undManes, die die verwagensten und unwissendsten unterallen Ketzern gewesen sind, ungeachtet der Tradition,die von den Aposteln ihren Ansang nahm, und vonihren Schülern, und den Bischöfen, denen sie ihrAmt und die Aufsicht über die Heerden gelassen hatten,fortgepflanzt, und von der ganzen Kirche einmüchigangenommen wurde, daß, sage ich, Marcion und Ma-nes sich unterstunden zu sagen, drey Evangelia wärenuntergeschobne Schriften. Sie zogen das Evange-lium des heiligen Lucas den andern vor, ohne daß manweis warum, da sie es durch keinen andern Wegals jene erhalten haben; sie sagten aber, daß auch die-ses Evangelium verfälscht worden wäre. Was ga-ben sie aber für Beweise davon an? Lauter Träume,keine gewissen und ausgemachten Beweise. Die gan-ze Ursache, die sie angaben, war diese, daß alles das-jenige, was ihren Meynungen entgegen märe, noth-wendig von andern, als den Aposteln, erfunden seyn
Ee müßte»