Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
453
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in die allgemeine Geschichte. 45z

Wahrheit, wenn sie sehen, daß man vom Jnnocen-tiu6 dem xi, welcher gegenwärtig den ersten Sitz derKirche so würdig einnimmtununterbrochenbis auf Pe-trum, welchen Jesus Christus zum Vornehmsten un-ter den Aposteln eingesetzt hat, und von? Petrus aufdie Hohenpriester unter dem Gesetze bis auf Mosenund Aaron , und von diesen auf die Patriarchen, undvon da auf den Ursprung der Welt zurückgeführrwird!Welch ein Zusammenhang! Welch eine Tradition,welche eine verwundernswürdige Folge! Wenn un-ser Verstand, der von Natur ungewiß, und durch sei-ne Ungewißheit ein Gaukelspiel seiner eignenVernunftschlüsse geworden ist, in den Fragen von sei-ner Seligkeit durch ein unstreitiges Ansehen gewißgemacht, und gleichsam zur Wahrheit bestimmt wer-den muß; welch Ansehen ist grösser, als das Ansehender katholischen Kirche , welche in sich selbst das An-sehen aller vergangnen Jahrhundert?/ und der altenTraditionendes menschlichen Geschlechtes begreift,undalso bis auf den Ursprung aller Dinge zurückgeht*.

Die heilige Gesellschaft also, welche Jesus , derdurch alle vorigen Jahrhunderte so sehnlich erwartetworden ist, endlich auf einen Felsen gegründet hat,und wo der heilige Petrus und seine Nachfolger aufseinen Befehl den Vorsitz haben sollen, diese Gesell-schaft rechtfertigt sich durch seine eigne Folge, und zeigtmit ihrer ewigen Fortdauer den Charakter der HandGottes.

Diese Folge ist es auch, die sich keine Keßerey, kei-ne Secte, keine andre Gesellschaft nicht geben kann,Ff z außer

* Man wird über diese, mw die folgenden Stelleneinige Gedanken im Anbange in der Betrachtung von demAnsehen der Rirche in Sachen der.Relia.ion finden.