4)2 Bischof Bossuets Einleitung
des zukünftigen Lebens werden gepredigt, und es wirdgewiesen, daß die wahre Seligkeit weit von dem Auf-enthalte entfernt sey, wo der Tod herrscht, und wo dieSünde und alle Uebel so häufig vorhanden sind.
Wenn man hier keine göttliche Einrichtung sieht,die immer behauptet und fortgeführt wird; wenn manhier nicht eine beständige Ordnung der RathschlüsseGottes entdeckt, der voin Anfange der Welt her das-jenige zubereitet, was er am Ende der Tage vollendet,und in verschiednen Zustanden, aber doch allezeit miteiner ummterbrochnen Dauer, die heilige Gesellschaftgleichsam verewigt, in welcher er angebetet seyn will:So verdient man, gar nichts zu sehen, und seiner eignenVerstockung, als der gerechtesten und Hartesten Stra-fe unter allen Bestrafungen überlassen zu werden.
Damit diese Fortdauer des Volkes Gottes denblödesten Augen deutlich seyn möchte, so macht sie Gottdurch solche Begebenheiten fühlbar und handgreiflich,welche man wissen muß, wenn man nicht die Augenmuthwillig verschließt, die Wahrheit nicht zu sehen.Der Meßias wird von den Hebräern erwartet; erkömmt und beruft die Heiden, wie vorher verkündigtworden ist. Das Volk, welches erkannte, daß er ge-kommen wäre, wird dem Volke einverleibt/ welchesihn erwartete/ ohne daß die Folge von beyden eineneinzigen?lugenblick Unterbrochen wird: Dieses Volkbreitet sich auf der ganzen Erde aus: Die Heiden ver-sammeln sich ohne Aufhören zu ihm, und dieseKirche,welche Jesus Christus auf einen Felsen gegründet hat,kann durch alle Gewalt der Hölle nicht erschüttert wer-den.
Was ist das nicht für ein Trost für die Kinder Got-tes ! Was ist das für ein überzeugender Beweis der
Wahr-