allen Auflagen befreyten/ und dabey sagten: daßdie Armen der RepubKk genug Tribut bezahl-ten, wenn sie ihr Rinder erzögen.
Der Senat zeigte durch diese Verordnung, wor-innen die wahren Reichthümer eines Staates bestün-den, und diese schöne Verordnung, zu welcher nochandre Zeugnisse einer vaterlichen Güte kamen, mach-te einen solchen Eindruck in die Gemütherdes Volkes,daß sie fähig wurden, für das Wohl ihres Vaterlan-des die äußerste Noch auszustehen.
Allein wenn das Volk getadelt zu werden verdiente,so that solches der Senat mit einem Ernste, undmit einein Muthe, der einer so weisen Versammlunganständig war, wie man solches bey einer Streitig-keit zwischen den Einwohnern der Stadt Ardea undden Ariciern deutlich sah. Die Geschichte davon istruv.m. 7'. merkwürdig und verdient, erzahlt zu werden. Diese bey-iv. 7.9.-0. denVölkec führten wegen gewisser LändereyenKrieg miteinander, welche sie sich beyde zueigneten. Endlichwurden sie des Streites müde, und wurden eins, sichdem Urtheile des römischen Volkes zu unterwerfen,dessen Billigkeit von allen seinen Nachbaren verehrtwurde. Die Tribunen wurden zusammen berufen,und nachdem das Volk bey der Untersuchung fand,daß die Ländereyen, welche sich andre zueignen woll-ten, ihm nach den Rechten gehörten, so eignete es sichsolche zu. Obgleich der Senat sah, daß das Volk imGrunde recht geurtheilt hätte, so konnte er doch nichtleiden, daß die Römer ihre natürliche Großmuth ver-leugnet, und die Hoffnung ihrer Nachbaren, die sichihrem Allsspruche unterwarfeil, hintergangen hatten.Er that alles, ein Urtheil, das ein so gefährliches Bey-spiel geben konnte,zu verhinderii,ein Urtheil/wo die Rich-ter