in die allgemeine Geschichte. 549
ter sich die Länder zueigneten, worüber die Partheyenstritten» Nachdem es gefällt worden war, sowaren die von Ardea, deren Rechte am meisten ge-gründet zu seyn schienen, schon bereit, sich durch die Ge-walt der Waffen zu rächen. Der Senat machte garkeine Schwierigkeit., eine öffentliche Erklärung zuthun, daß er die Beleidigung, die ihnen widerfahrenwäre, eben so sehr empfände, als sie; daß er zwarden Ausspruch des Volkes nicht aufheben könnte, sichaber alle Mühe geben würde, wenn sie sich dem Se-nate wegen der Vergütung, die sie fodern konnten,vertrauen wollten, sie so zu befriedigen, daß sie keineUrsache mehr haben sollten, sich zu beklagen. DieEinwohner von Ardea verließen sich auf dieses Ver-sprechen. Es trug sich darauf zu, daß sie in einenStreit geriethcn, in welchem ihre ganze Stadt in derGefahr ihres völligen Unterganges war. Sie er-hielten aber auf Befehl des Senates eine so schleunigeHülfe, daß ihnen das vcrlohrne Land genug ersetzt zuseyn schien, und sie nur auf Danksagungen gegen sogetreue Freunde dachten. Allein der Senat war nichteher zufrieden, bis ihnen das wiedergegeben war, wassich das römische Volk zugesprochen hatte, und alsodas Andenken eines so schändlichen Urtheiles aufgeho-ben wurde.
Es ist mein Vorsaß nicht, ihnen hier zusagen, wieviel mehr dergleichen Thaten der Senat gethan, wievieler meyneidige Bürger, die ihr Wort nicht haltenwollten, oder bey ihren Schwüren Ausflüchte suchten,ihren Feinden überliefert, wie viel er schlimme An-schläge, die von einem glücklichen Erfolge waren, ver-dammt hat: Ich will nur sagen, daß diese erhabneVersammlung dem römischen Volke nichts als großeMm z Empsm-