Er unterhielt dieses wilde Volk, in der Neigung,alles mit Gewalt zu unternehmen, und sie erhieltensogar durch dieses Mittel ihre Weiber.
Nach und nach führte er Ordnung unter ihnen ein,vion.ttal.il. und setzte diesen Gemüthern durch sehr ehrwürdigeGesetze ihre Schranken. Er sing bey der Religionan, die er als den Grund aller Staaten ansah. Errichtete sie so ernsthaft, maisstatisch, und bescheidenein, als es die Finsternisse der Abgötterey zulasien woll-ten. Die fremden Religionen und Opfer, welchenicht durch die römischen Gebrauche eingeführt waren,wurden verboten. In den folgenden Zeiten machteman sich von diesen: Gesetze los; allein eö war dochder Wille der Römer, daß eö gehalten werden sollte,und man behielt allezeit etwas davon.
Er suchte unter den: ganzen Volke die Besten aus,die Versammlung aus ihnen aufzurichten, die er denSenat nannte. Er nahm zweyhundert zu seinen Mit-gliedern/ deren Anzahl nachher noch mehr vermehrtwurde, und von ihnen kamen die edlen Familien her,welche die Patricienfamilien genannt wurden. Dieandern hießen die plebejen, oder das gemeine Volk.
Der Senat hatte alle Angelegenheiten zu besorgenund vorzutragen; einige machte er nebst dem Königemit einer unumschränkten Gewalt aus; allein die al-lermeisten wurden an das Volk gebracht, welches dar-über entscheiden mußte.
Romulus wurde in einer Versammlung, wo einplötzlicher Sturm entstund, von den Herren des Senatsin Stücken zerhauen, weil er ihnen allzuherrscherischvorkam, und die Neigung zur Ununterwürfigkeit fingschon damals in dieser Versammlung an, sich zu zei-ge:,.
Damit