in die allgemeine Geschichte. 571
Damit sie das Volk, welches seinen Prinzen liebte,besänftigen, und ihm eine große Meynung von seinemStifter beybringen möchten, so machten sie bekannt/daß ihn die Götter in den Himmel erhoben hätten,und ließen ihm Altare bauen.
Numa Pompilius brachte in einem langen Friedendie Verbesserung der römischen Sitten und die Ein-richtung der Religion zu Stande, die er auf eben die-selben Gründe baute,die Romulus vor ihm gelegt hatte.
Tullus Hostilius richtete durch strenge Verordnun-gen die Kriegszucht und die Gebräuche und Ordnungenbey dem Kriege ein, die sein Nachfolger Ancus Mar-tins mit heiligen Ceremonien begleitete, die Miliz zuheiligen und mit der Religion zu verbinden.
Nach ihm vermehrte Tarquiniuö, der Alte, um sichAnhänger zu machen, die Anzahl der Senatoren bisauf dreyhundert; diese Anzahl blieb verschiedne Jahr-hunderte nach einander unvermehrt, und er sing die gros-sen Werke an, welche zur öffentlichen Bequemlichkeitdienen sollten.
Servius Tullius entwarf die Aufrichtung einer Re-publik unter einer jahrlichen Regierung zwoer obrig-keitlichen Personen, die vom Volke erwählt werdensollten.
Aus Haß gegen denTarquin,denHochmüthigen,wur-de die königliche Würde mit schrecklichen Verfluchun-gen derjenigen abgeschafft, welche sich iemals unterste-hen würden, dieselbe wiederherzustellen, und Brutusließ das Volk schwören, daß es seine Freyheit ewigbeschützen wollte.
Man folgte den Nachrichten von dem Entwürfe desServius Tullius bey dieser Vcränderung.Die Consuln,welche durch das Volk aus den Patricien erwählt wur-den.