römisches Blut durch dieVermischung mitdcnFremden.DiePartheylichkeiten vermehrte» sich durch die erstaunli-che Menge neuer Bürger, lind die unruhigen Gemütherfanden dadurch neue Mittel, alles in Unordnung zubrin-gen und alles zu unternehmen»
Unterdessen nahm die Anzahl der Armen durch dieVerschwendung, durch die Schwelgerey, und durchden Müßiggang immer ^u. Diejenige», welche ver-armt waren, wußten sich nicht besser zu helfen, als,durch Empörungen, und allenfalls bekümmerten sie sichwenig darum, wenn nach ihrem Untergange alles an-dre auch verlohren gienge. Sie wissen, daß diesesdie Ursache an der Catilinarischen Verschwörung war.Die hochmüthigen Großen und die Unglücklichen, dienichts zu verlieren haben, lieben die Veränderung.Diese beyden Gattungen von Bürgern hatten in Rom die Oberhand, und da der Mittelstand, der bey allenfreyen Völkern das Gleichgewichte halten muß/ allzu-schwach war, so mußte die Republik nothwendigfallen.
Man kann dazu noch die besondre Gesinnung undden eignen Charakter derjenigen hinzusehen, welchealle große Veränderungen verursacht haben; ich mey-ne die Gracchen, den Marius, den Sylla, den Pom-pejus, den Julius Cäsar , den AntoniuS, und den Au-gustus. Ich habe etwas davon angemerkt; allein ichhabe mich vornehmlich bemüht,Jhnen,Monftigneur,die allgemeine» Ursachen, und die wahren Wurzeln desganzen Uebels, nämlich die Eifersucht unter beydenrömischen Ständen zu zeigen, weil ihnen die Betrach-tung aller dieser Folgen am wichtigsten seyn mußte.
Allein