Abhandlungen. 64?
schaft der Gläubigen. Sie behaupten, daß sie vonallen Zeiten her dafür gehalten worden ist, undVojsver führt in seiner Einleitung einige Zeugnisse an, )Fdie ihnen günstig zu seyn scheinen. Ich will also einekurze Untersuchung anstellen, waö die Lehrer der erstenZeiten für Eigenschaften zu der Kirche ersodcrten.aus-ser deren Gemeinschaft keine Seligkeit zu hoffen ist.
Das Wort, Kirche, wird in den Schriften der Va-ter der ersten Zeiten in einem zwiefachen Verständegenommen. Sie verstehen erstlich unter der >ircheeine Versammlung derjenigen, welche die geoffen-barten Wahrheiten der Religion bekennen, unddurch einen gemeinschaftlichen Gebrauch der von Gott verordneten Mittel der Seligkeit unter einander ver-einigt sind. Sie sehen daraufnicht, ob sie die göttli-chen Wahrheiten mit dem Munde allein bekennen,oder nicht. Nach diesem Begriffe können die Gott-losen und Unheiligen Mitglieder der Kirche senn. N)irhaben unzählige Zeugnisse, sagt Augustin, vaß ineiner Gemeinschaft der Sacramenre Döse undGute unter einander vermengt sind, so wie imAnfange ein gottloser Judas unrer eilf gutenJüngern gewesen ist *. Chrysostomus vergleichtdaher die Kirche mit der Arche Noa. Zwischen 5emHimmel, sagt er, der allein ein (!)rr der From-men, und zwischen der Hölle, die allein eineVersammlung der Gottlosen ist, halt die Zxir-che auf Erden das Mittel, weil sich ohne Un-terschied Vöse und Gute in ihr versammeln,welches durch die Arche vorgebildet ist, wozahme und wilde Thiere, und, wie HieronnmuSdieses Gleichniß mehr ausbildet, pardel undSs 2 Dö-
* HuxuK. conr. ex. ?eM. e. 5Z.