Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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661
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Abhandlungen. 661

alt, in Betrachtung, daß wir rechtgläubige Chri-sten sind. Die Reformation ist etwas Zufälliges beyder Kirche, das in ihrem Wesen keine Verände-rung macht. Das Wesen der wahren Kirche ist derwahre Glaube und die wahre Anbetung Gottes. Dar-auf beruht die Seligkeit. Wo wart ihr, sagt man zuuns, vor dem Calvin und Luther? Wir waren, sagenwir, in einer Gesellschaft, in welcher die Juden zuden Zeiten Christi waren; wir waren an einem Orte,wo mal' sich nicht verweilen durste, wenn man sicherseyn wollte.

Vergeben sie mir, mein Herr, noch ein Wort,das ich nicht sage, um zwischen ihnen und den Arianern,den Feinden der Gottheit Christi, eine verhaßte Ver-gleichung anzustellen; Gott bewahre mich vor einemsolchen Gedanken; ich will sie nicht beleidigen, ich will,,mich nur deutlicher erklaren. Sie wissen, daß das rö-mische Reich beynaheganz arianisch war. Die Arianeewollten Katholiken heißen, und nahmen es für eine Be-schimpfung aii/wenn man sie Arianer nannte; sie nann-tenvielmehrdieRechtglaubigcnAbtrünnigeundKctzer,indem sie dieselben Arhanastaner, Eustathmner/Lucifcrianer nach den Namen der Bischöfe nannten,welche die Wahrheit muthig vertheidigt hatten. Hätteman darum wohl mit Rechte zu den Rechtgläubigensagen können: Ihr seyd ganz neu; wo wart ihr vordem Athanasius, dem Eustathius, und dem Lucifer vonCaillari, sowie manzu uns sagt: wo wart ihr vor Lu-thern, vor dem Calvin und Zwinglius?,,

Ich habe nichts mehr zu sagen, als daß ich Dossvetseigne Worte anführe, welche mich veranlaßt ha-ben, diese langen Stellen zu übersetzen. Ich überlas-se es meinen Lesern selbst Anmerkungen über beydeTt z Stellen