der Welt. Erster Abschnitt. 27
Frankreich , der nur in seiner Gesellschaft etwas be« Zahr nachdeutete, konnten die Tyrannei) eines solchen Bru- Chr. Geb.ders nicht mit gleichgültigen Augen ansehen. Sieversuchten zwar alle Wege der Güte bey ihm; abervergebens, weil er, durch Gewalt und List, mächtigerals sie zu seyn glaubte, und vom Pipin, dem Kö-nige in Aquitanien , immermehr zu seinen Unterneh-mungen angereizt, und in denselben durch seinen Bey-stand gestärkt wurde. Endlich mußte die Entschei-dung dieser Uneinigkeiten dem Ausgange einer allge-» meinen Schlacht überlasten werden. Man sah bey 841Fontenay vier mächtige Heere, die von vier erbitter-ten Königen angeführt wurden. Lothar wurde mder blutigsten Schlacht, die man niemals in denneuesten Zeiten gesehen hat, überwunden; unzähligeUnterthanen, und die Edelsten des Reiches wurdendas Opfer eines unruhigen Ehrgeizes. Dennochverfloß noch einige Zeit, ehe der Friede völlig zuStande kam. Ludwig erhielt darinnen Deutschland , 84?Carl Frankreich, und Lothar Italien, nebst allenden Ländern zum Antheile, welche zwischen Frank-reich und Deutschland lagen, und mit Italien grenz-ten ; Aquitanien aber wurde dem Pipin, ihrem Nef-fen, eingeräumt.
Theophilus war im Oriente so Unglücklich, daß A-"-,!-.er mit den Saracenen einen immerwährenden Krieg 84^hatte. Eine unglückliche Schlacht mit ihnen zog denVerlust der Vaterstadt Michaels, seines Vaters,Amorium genannt, nach sich. Unter den Gefan-genen , die sie machten, befanden sich viele von seinenVerwandten, deren Freyheit er auf keine Weise,und nicht einmal durch angeborhne Löscgelder, erhal-ten konnte. Dieses erfüllte ihn mit einem solchen
tödtli-