23 Einleitung in die allgem. Geschichte
Zcchr nach tödtlichen Kummer, daß er sich aller Speisen enthielt,Chr. Geb. „nd nur bloßes Wasser zu sich nahm. Eine Dysen.terie, die natürlicher Weise daraus entsprang, machteseiner gerechten und weisen Regierung durch seinen842 Tod ein Ende. Sein Sohn und Nachfolger, Mi-chael , war noch unmündig, und also ward seineMutter, Theodor«, zur Kaiserinn und Regentinndes Reiches ernannt; eine abergläubische Fürstinn,welche die Ehre, eine Gemahlinn des Theophilus zuseyn, blos ihrer Schönheit zu danken gehabt hatte.So lange er lebte, hatte sie ihrer Neigung zum Bil-derdienste Gewalt anthun und sie seinen Augen ent-ziehen müssen. Kaum sah sie die Macht des Rei-ches in ihren Händen, als sie auf die Wiederherstel-lung der Bilder zu denken anfieng. Sie bedientesich dazu des TheoctistS, und besonders eines Feld-herrn, Manuels, eines Mannes, der eine jede Par-they ergriff, die seinem Glücke vortheilhaft zu seynschien. Man hatte im Anfange zu besorgen, daßsich das Volk, welches nunmehr gewöhnt war, keineBilder mehr zu sehen, einer solchen Neuerung wegenempören möchte. Allein die Kaiserinn wußte dieGemüther durch Geschenke und Aemter so zu gewin-nen, daß sie es wagen durste, die Lehren der zweytenm'cänischen Kirchenversammlung für Lehren der Re-ligion zu erkennen. Der Patriarch zu Constantino-pel, Antonius, ein Feind der Bilder, wurde abge-setzt, und da er in seinem Eifer wider sie zu weit ge-gangen war, und in einem Kloster einigen Bild-nissen der Heiligen die Augen hatte ausstechen las-sen; so hatte er sich noch des besondern Glückszu rühmen, daß er auf viele Vorbitten seinerAugen nicht wieder beraubt, sondern nur mit der
gnädt-