Teil eines Werkes 
Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
Entstehung
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der Welt. Erster Abschnitt. 29

gnädigen, und einem Patriarchen sehr anständigen Jahr naciStrafe von zweyhundert Geisselstrichen angesehen^- ^wurde. Dieses Beyspiel war für die Bischöse, wel-che unter den drey vorigen Regierungen den Bilder-dienst für Abgötterey erklärt hatten, so lehrreich undso überzeugend, daß sie denselben nunmehr für Re-ligion in einer feyerlichen Versammlung erklärten.Seit dieser Zeit blieb dieser abergläubische Dienst indem ungestörten Besitze der Herrschaft, die er zwoKaiserinnen, einer Irene, und einer Theodor« , zudanken hatte. Fanden sich gleich in den folgendenRegierungen noch immer einige, welche sich nichtunter ihr Joch beugten: So kamen sie doch niemalszu dem Ansehen, welches sie unter den vorigen Kai-sern gehabt hatten. Die Finsternissen des zehntenJahrhunderts vertilgten endlich die Erkenntniß derWahrheit ganz, und unter allen orientalischen Chri-sten waren die Armenier die einzigen, welche den al-ten Glauben der ersten Kirche beybehielten, und denBildern keine göttliche Ehre erwiesen.

, Pohlen hatte zeither nicht gewußt, wem es ge-horchen wollte. Endlich wurde Piast, dem seineWohlthaten, während einer großen Theurung, denNamen eines Gastfreyen erworben hatten; zum Kö-nige erwählt. Die Geschichte giebt ihm den Ruhm,daß er von den Rechtschaffenen geliebt worden, undein Schrecken der Lasterhaften gewesen sey.

Lothar und Carl, der Kahle, erwarben sich inihren Staaten keinen solchen Ruhm. Sie konntenihren Unterthanen den Frieden weder geben, noch er-halten. Italien wurde von den Saracenen verheert. 844Lothars Gerechtsamen geschah von den Römern Ge-walt, welche nach Gregors, des vierdten,Tode, Ser-

gius